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Starkregen sorgt für Fischsterben

Hunderte Fische treiben tot und stinkend an der Wasseroberfläche. Ein unheimliches Bild. Doch die Ursache ist oft weniger dramatisch.

Hunderte toter Fische schwimmen auf der Oberfläche des Machnower Sees in Kleinmachnow (Brandenburg).
Ralf Hirschberger Hunderte toter Fische schwimmen auf der Oberfläche des Machnower Sees in Kleinmachnow (Brandenburg).

Nach den heftigen Regengüssen der vergangenen Tage kann das Fischsterben in Berliner und Brandenburger Gewässern nach Einschätzung der Umweltverwaltung noch einige Tage anhalten. Der Sauerstoffgehalt in den Flüssen, Kanälen und Teichen bessere sich erst nach und nach wieder, sagte Sprecherin Petra Rohland.

Verursacht hat das „ziemlich flächendeckende“ Fischsterben nach ihren Angaben Starkregen. Danach lief vielerorts die Mischkanalisation über: Schmutz- und Niederschlagswasser gelangten in die Gewässer. Chemische Prozesse ließen den Sauerstoffgehalt absacken. Fische erstickten wie schon früheren Sommern. Sie trieben tot auf Teichen im Tiergarten ebenso wie auf dem Machnower See in Brandenburg.

Populationen können das verkraften

In manchen Gewässern wie dem Teltowkanal habe es teils 24 Stunden lang keinen Sauerstoff gegeben, so Rohland. Erwischt habe es diesmal auch Fische in bislang weniger betroffenen Gewässern, etwa in der Havel. Die toten Tiere würden nun nach und nach eingesammelt. So unerfreulich das Fischsterben und der damit einhergehende Gestank seien, die Populationen könnten es verkraften.

Um den eigentlich häufig betroffenen Landwehrkanal stehe es derzeit noch relativ gut, sagte Rohland. Dort ist nachts ein Belüftungsschiff im Einsatz, das das Wasser wieder mit Sauerstoff anreichert. Seit Jahren werden in Berlin zudem die unterirdischen Überlaufbecken für Wassermassen nach heftigen Regenfällen ausgebaut.