Volksbegehren gegen BER:

Startbahn-Gegner fehlen noch viele Stimmen

Bis zum 18. Februar können Brandenburger Unterschriften leisten, wenn sie für Beschränkungen des Fluglärms sind. 80 000 Stimmen brauchen die Initiatoren. Die Hälfte haben sich beisammen.

Die Nordbahn des Hauptstadtflughafens: Die Initiatoren des Volksbegehrens stemmen sich gegen eine dritte Startbahn, die mehr Lärm bedeuten würde.
Ralf Hirschberger Die Nordbahn des Hauptstadtflughafens: Die Initiatoren des Volksbegehrens stemmen sich gegen eine dritte Startbahn, die mehr Lärm bedeuten würde.

Einen Monat vor Abschluss des Volksbegehrens hat die Initiative zur Beschränkung des Flugverkehrs am neuen Hauptstadtflughafen die Hälfte der notwendigen Unterschriften zusammen. Diese Einschätzung ergebe sich aus Abfragen bei verschiedenen Eintragungsämtern, sagte der Sprecher der Initiative, Franz Teresiak, am Montag auf Anfrage. "Wir gehen in den Endspurt und appellieren auch an die Briefwähler, ihre angeforderten Unterlagen zu den Ämtern zurückzuschicken." Für ein erfolgreiches Volksbegehren müssen mindestens 80 000 Bürger unterschreiben.

Am Dienstag will die Initiative mit einem Lautsprecherwagen und den Geräuschen startender Flugzeuge vor der CDU-Landesgeschäftsstelle in Potsdam demonstrieren. Die Christdemokraten fordern angesichts steigender Passagierzahlen einen Ausbau des Flughafens BER und ein Konzept zur Ansiedlung von Unternehmen. Der Flughafen habe das Potenzial zu einem internationalen Drehkreuz, hatte der Wirtschaftsexperte der CDU-Fraktion, Dierk Homeyer, erklärt.

Wenn mindestens 80 000 Bürger das Volksbegehren gegen eine mögliche dritte Startbahn unterschreiben, muss sich der Landtag mit den Forderungen zur Beschränkung des Flugverkehrs befassen. Bei einer Ablehnung könnte es zu einem Volksentscheid kommen.

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