East Side Gallery:

Stasi-Akte von Investor veröffentlicht

Der Investor auf dem früheren Todesstreifen an der Berliner East Side Gallery sagt, er habe keine Stasi-Verpflichtung unterschrieben. Doch nun wurden brisante Akten herausgegeben.

Bebauungspläne am ehemaligen Todesstreifen rufen immer wieder Proteste hervor.
Florian Schuh Bebauungspläne am ehemaligen Todesstreifen rufen immer wieder Proteste hervor.

Die Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen hat Dokumente zum umstrittenen Investor an der East Side Gallery herausgegeben.

Trotz Protesten baut der Unternehmer Maik Uwe Hinkel derzeit Luxuswohnungen auf dem ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer. Für den Zugang waren auch Teile aus dem original erhaltenen, bemalten Mauerstück herausgenommen worden. Gegner des Projekts hatten die Vergangenheit des Investors ins Spiel gebracht, wogegen Hinkel vor Gericht zog. Seine Klage auf Verschluss der Akten wurde vom Verwaltungsgericht abgelehnt. Aus den Papieren geht laut Gericht hervor, dass Hinkel in den 1980er Jahren Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der DDR-Staatssicherheit war.

Hinkel hatte das Urteil nicht akzeptiert. Ein Scheitern seiner Beschwerde in zweiter Instanz war die Voraussetzung für die Herausgabe der Stasi-Unterlagen. Hinkel sagt, er habe als „Jens Peter“ für einen ausländischen Geheimdienst und den bundesdeutschen Verfassungsschutz gearbeitet.

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