Brandenburg-Hymne wird 90:

"Steige hoch, du roter Adler"

Die inoffizielle Hymne Brandenburgs hat schon für viel Diskussionen gesorgt. 90 Jahre ist es her, dass sie der Berliner Verwaltungsbeamte Gustav Büchsenschütz schrieb. Jetzt wird gefeiert.

90 Jahre ist es her, dass der Berliner Verwaltungsbeamte Gustav Büchsenschütz die Brandenburger Hymne schuf.
Ralf Hirschberger 90 Jahre ist es her, dass der Berliner Verwaltungsbeamte Gustav Büchsenschütz die Brandenburger Hymne schuf.

„Märkische Heide“, so heißt nicht nur eine Gemeinde im Spreewald: Den Brandenburgern ist sie vor allem als Lied ein Begriff. Die inoffizielle Hymne der Mark ist bei Volksfesten zu hören. Vor 90 Jahren brachte der Berliner Verwaltungsbeamte Gustav Büchsenschütz den Text zu Papier. Immer wieder gab es Diskussionen um das Lied, weil Nationalsozialisten die eingängige Melodie als Marschlied genutzt hatten. „Alles Quatsch“, sagt zumindest Werner Balder (91), Nachlassverwalter des 1996 gestorbenen Komponisten Büchsenschütz. Am Sonnabend feiert der Kulturförderverein Mark Brandenburg den Geburtstag des Liedes. Zu den Feierlichkeiten in Kleßen-Görne wird auch Brandenburgs früherer Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) erwartet. Er hatte nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung dazu beigetragen, dass das Lied bald wieder in aller Munde war. „Steige hoch, Du roter Adler, hoch über Sumpf und Sand, hoch über dunkle Kiefernwälder - Heil Dir, mein Brandenburger Land“, erklingt es auf den Volksfesten.

Bader, Bundessprecher der Landsmannschaft Berlin-Mark Brandenburg und Vorsitzender des Kulturfördervereins Mark Brandenburg, schildert in seinem Buch „Steige hoch, du roter Adler“ die Entstehungsgeschichte des Liedes.

Büchsenschütz hat das Lied getextet, als er 1923 als Wandervogel in die damalige Jugendherberge „Wolfslake“ in Neu-Vehlefanz (Oberhavel) kam, wo heute ein Gedenkstein an den Komponisten erinnert. Kurz vor seinem Tod schenkte er der „Märkischen Heide“ noch eine Strophe für ein geeintes Bundesland Berlin-Brandenburg: „Steige hoch, Du roter Adler und reich' dem Bär die Hand, lass uns gemeinsam wieder wandern durch's schöne Brandenburger Land.“

Es sieht aber so aus, als würde der Adler noch lange allein seine Kreise ziehen. Brandenburgs neuer Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verkündete in dieser Woche, dass er nichts von einem Neuanlauf zu einer Länderfusion mit Berlin hält.

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