Ära der CDU vorbei:

Stichwahl in Lübben

Bereits vor der Wahl steht fest: Die Spreewaldstadt wird erstmals seit 1990 einen neuen Bürgermeister erhalten.

Die Entscheidung in der Spreewaldstadt fällt am Sonntag.
Patrick Pleul Die Entscheidung in der Spreewaldstadt fällt am Sonntag.

In der Spreewaldstadt Lübben geht es am Sonntag an die Wahlurnen: In einer Stichwahl treten zwei Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters an: Lars Kolan (SPD) und Peter Schneider (parteilos).

Eines steht schon vor dem Urnengang fest: Die Ära der CDU an der Spitze des Rathauses ist nach fast 25 Jahren vorbei. Seit 1990 war Lothar Bretterbauer (CDU) Bürgermeister, im vergangenen Herbst ging er in den Ruhestand. Im Januar kämpften bereits mehrere Kandidaten um das Bürgermeisteramt, es gab aber für keinen eine Mehrheit. Die meisten Stimmen holte Kolan (37,3 Prozent). Der Steuerfahnder für das Land Berlin lebt in Golßen nahe Lübben, wo er ehrenamtlicher Bürgermeister ist. Bei einem Wahlsieg will der 41-Jährige mit den Lübbenern verstärkt ins Gespräch kommen, um ihren Ideen ein Forum zu geben, sagte er im Vorfeld.

Sein Kontrahent Schneider holte bei den jüngsten Wahlen 25,2 Prozent der Stimmen. Der gebürtige Lübbener war rund 25 Jahre SPD-Mitglied, trat aber vor einiger Zeit aus. Als Grund nennt er den „schlechten menschlichen und persönlichen Umgang im SPD-Ortsverein“. Der 47-Jährige will als Bürgermeister das Rathausteam stärken und sich um die Infrastruktur in den Ortsteilen kümmern. Der Verwaltungsfachwirt hatte sich bereits 2010 als Bürgermeister beworben, unterlag damals allerdings Bretterbauer.

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