Projekt der Wiederansiedlung:

Störe in die Oder gesetzt

Störe gab es in Deutschland bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, dann wurden sie ausgerottet.

Junge Störe sind erst wenige Zentimeter groß.
Patrick Pleul Junge Störe sind erst wenige Zentimeter groß.

Sie sind erst einige Wochen alt und knapp zehn Zentimeter groß: Am Montag wurden rund 12 000 junge Störe bei Schwedt in die Oder entlassen. Mit dem Wiederansiedlungsprojekt wollen der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und die Gesellschaft zur Rettung des Störs den Knochenfisch wieder in der Region heimisch machen. Schon Ende 2013 kehrten rund 100 Exemplare in die Uckermark zurück. Sie sind jetzt etwa einen Meter lang. Die Aufzucht dauerte drei Monate. Während dieser Zeit wurden sie mit kaltem sauerstoffreichen Wasser versorgt und bekamen Salinenkrebse sowie später dann Zuckmücken-Larven zu fressen.

„Eine anspruchsvolle und zeitintensive Aufgabe. Wir freuen uns über jeden einzelnen Stör, der diesen gefährlichen ersten Schritt ins Leben überstanden hat und jetzt helfen kann, eine sich selbst erhaltende Population Baltischer Störe in Oder und Ostsee aufzubauen,“ sagte Nabu-Projektleiter Kim Detloff.

Der Stör war einst in Deutschland weit verbreitet, bis er durch Überfischung und Gewässerverschmutzung Ende des 19. Jahrhunderts für lange Zeit ausgerottet wurde.