Metall-Industrie:

Tarifrunde nach kurzer Zeit vertagt

Die Tarifgespräche für die Metall-Branche in Brandenburg und Berlin hatten einen schwierigen Auftakt. Nach nur zwei Stunden war Schluss – vorerst.

Die IG Metall fordert höhere Löhne, der Verband der Metall- und Elektroindustrie sieht die wirtschaftliche Lage dafür nicht gegeben.
Daniel Reinhardt Die IG Metall fordert höhere Löhne, der Verband der Metall- und Elektroindustrie sieht die wirtschaftliche Lage dafür nicht gegeben.

Die erste Runde der Tarifgespräche für die Metall-Industrie in Berlin und Brandenburg ist schon nach zwei Stunden vertagt worden. "Der Auftakt war schwierig und von einer Verweigerungshaltung der Arbeitgeber geprägt", sagte IG-Metall-Verhandlungsführer und Bezirksleiter Olivier Höbel am Dienstag. Angesichts der guten Wirtschaftslage gebe es überhaupt keinen Grund für Pessimismus. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg warf der Gewerkschaft vor, die konjunkturelle Lage völlig falsch einzuschätzen. Deren Verweis auf die robuste deutsche Binnennachfrage führe in die Irre. "Wir machen keine Currywürste, sondern Maschinen und Anlagen für die globalen Märkte", sagte Verhandlungsführer Stefan Moschko. Angesichts einer stotternden Exportkonjunktur könnten die Unternehmen noch höhere Lohnstückkosten nicht gebrauchen. Beide Seiten setzen ihre Gespräche am 15. April fort.

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