Nach Brandanschlag in Nauen:

Tatverdächtige vernommen

Nach mehreren Wohnungsdurchsuchungen wurden allerdings noch keine Haftbefehle beantragt.

Bei dem Anschlag wurde die Sporthalle weitgehend zerstört.
Julian Stähle Bei dem Anschlag wurde die Sporthalle weitgehend zerstört.

Im Zusammenhang mit dem Ende August verübten Brandanschlag auf eine als Flüchtlingsunterkunft vorgesehene Sporthalle in Nauen (Havelland) sind inzwischen mehrere Wohnungen von mutmaßlichen Tatbeteiligten durchsucht worden. Außerdem seien mehrere Tatverdächtige von der Polizei vernommen worden, es gebe aber bisher keine Haftbefehle, sagte ein Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Zu den am Mittwoch sichergestellten Dingen gehörten unter anderem Datenträger, umfangreiche Unterlagen und Gegenstände, die „möglicherweise geeignet sind, Brände auszulösen.“ Konkreter wollte sich der Sprecher zu den beschlagnahmten Gegenständen nicht äußern. Auch zu den Tatverdächtigen machte er keine Angaben. Offenbar wollte der Sprecher die weiteren Ermittlungen nicht gefährden. Durchsucht wurden mehrere Wohnungen in Nauen und Umgebung. Zahlreiche Einsatzkräfte, auch Sprengstoffexperten, waren den Angaben zufolge im Einsatz.

Ende August war in Nauen die Sporthalle eines Oberstufenzentrums vollkommen niedergebrannt. Dort sollten insgesamt 100 Asylbewerber unterkommen, bis ihre Unterkünfte fertiggestellt sind. Das Feuer wurde den Erkenntnissen zufolge mit Brandbeschleunigern vorsätzlich gelegt. Die Brandstifter werden im rechtsextremen Umfeld vermutet. Für Hinweise auf die Täter ist eine Belohnung in Höhe von 20 000 Euro ausgesetzt.

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