Verdächtiger war früher schon mal in Haft:

Tatverdächtiger schweigt nach Überfällen weiter

2011 und 2012 überfiel ein Maskierter zwei Millionärsfamilien. Nun sitzt ein Tatverdächtiger in Haft. Aber aufgeklärt sind die Fälle noch lange nicht.

Im Oktober 2012 suchten Polizisten in einem Waldstück nahe Storkow nach einem Mann, den der Tatverdächtige entführt haben soll.
Nestor Bachmann Im Oktober 2012 suchten Polizisten in einem Waldstück nahe Storkow nach einem Mann, den der Tatverdächtige entführt haben soll.

Der 46-Jährige, der bewaffnet und maskiert zwei Millionärsfamilien in Ostbrandenburg überfallen haben soll, schweigt weiter vor den Ermittlern. „Er hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht eingelassen“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder). Der Mann, der schon einmal im Gefängnis saß, war vor drei Monaten in Berlin festgenommen worden und ist seitdem in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen dreifachen versuchten Totschlags und erpresserischen Menschenraubs ermittelt.

Ihm wird vorgeworfen, im Sommer 2011 die Frau eines Berliner Unternehmers in Bad Saarow (Oder-Spree) brutal zusammengeschlagen zu haben. Im Herbst fielen Schüsse auf die Tochter der Familie. Dabei erlitt ein Wachmann lebensgefährliche Verletzungen. Die junge Frau konnte weglaufen.

Erneute Tat des "Maskenmannes"

Ein Jahr später schlug der Täter im benachbarten Storkow erneut zu. Wieder verbarg er sein Gesicht hinter einer schwarzen Maske. Im Oktober 2012 soll er die Familie eines Investmentbankers in ihrer Villa am See überfallen und den Mann mit einem Kajak zu einer Insel im Großen Storkower See entführt haben. Nach qualvollen Stunden unter freiem Himmel konnte sich das Opfer zwei Tage später selbst befreien. Ein Gutachten gab schnell Aufschluss: Die Schüsse wurden aus derselben Pistole abgefeuert. Die landschaftlich reizvolle Region, in der viele Betuchte Villen besitzen, wurde in Angst und Schrecken versetzt.

Die Ermittler arbeiteten mit Hochdruck. Dennoch fehlte ihnen über Monate eine heiße Spur. Der Täter schien wie vom Erdboden verschluckt. Doch im Frühjahr kamen die Beamten doch einem Verdächtigen auf die Schliche. Sie observierten ihn lange, ehe sie ihn festnahmen. Zuletzt soll er in Wäldern um Berlin gelebt haben.

Nach der Verhaftung des Berliners hatte die Polizei nochmals Fotos von ihm. Dazu gingen im November 26 Tipps ein. „Seitdem haben wir keine weiteren Hinweise erhalten“, sagte ein Polizeisprecher.

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