Neuer Hauptstadflughafen:

Tausende Anwohner warten auf Lärmschutz

Im Frühling soll die Sanierung der alten Start- und Landebahn beginnen. Das geht nur, wenn der Schallschutz in benachbrten Häusern gegeben ist. Dabei gibt es aber noch viel zu tun.

Kostenerstattungen beziehungsweise Anspruchsermittlungen beim Thema Schallschutz wurden erst an weniger als die Hälfte der berechtigten Haushalte versandt.
Patrick Pleul Kostenerstattungen beziehungsweise Anspruchsermittlungen beim Thema Schallschutz wurden erst an weniger als die Hälfte der berechtigten Haushalte versandt.

Der Schallschutz am neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld wird wohl jahrelang unvollständig bleiben. Das geht aus einer Antwort von Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im Potsdamer Landtag hervor. Laut Auskunft der Flughafengesellschaft (FBB) wurden bislang für knapp 19 400 Wohneinheiten Lärmschutzmaßnahmen beantragt.

Die FBB geht aber von 25 500 anspruchsberechtigten Haushalten aus. Kostenerstattungen beziehungsweise Anspruchsermittlungen wurden erst an rund 11 300 Haushalte versandt. Damit können Anwohner Arbeiten für den Schallschutz beauftragen. Für knapp 5000 Gebäude seien Anträge auf Entschädigung für Nutzungsbeeinträchtigungen gestellt worden, hieß es weiter. Außerdem wurde in 517 Fällen Beschwerde gegen Schallschutz-Bescheide eingelegt. 52,8 Millionen Euro wurden nach Angaben des Ministeriums bislang für das Schallschutzprogramm ausgezahlt.

Wann ist der Schallschutz vollständig gegeben?

Auf der Baustelle soll im Frühling die Sanierung der alten Nordbahn beginnen. Dafür wird der Flugverkehr auf dem alten Flughafen Schönefeld über die neue Südbahn geleitet. Vorausgesetzt, die Schallschutzauflagen für die betroffenen rund 4300 Anwohner sind erfüllt.

Auf die Frage, wann ein vollständiger Lärmschutz gegeben sein werde, antwortete Schneider: Laut FBB solle die Versendung der Anspruchsermittlungen bis Ende 2015 abgeschlossen sein. Da Anträge auf Schallschutz bis fünf Jahre nach Inbetriebnahme des BER gestellt werden könnten, sei eine Aussage „über den endgültigen Abschluss des Schallschutzprogramms“ nicht möglich.

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