Blitz-Marathon:

Tausende Raser in Brandenburg erwischt

Für die Polizei in Brandenburg ist die aufwendige Kontrollaktion ein voller Erfolg: Die Autofahrer sind im ganzen Land deutlich langsamer unterwegs. Trotzdem kommt es zu vielen Verstößen.

Bei den Geschwindigkeitskontrollen wurden viele Übertretungen festgestellt.
             
Bernd Von Jutrczenka Bei den Geschwindigkeitskontrollen wurden viele Übertretungen festgestellt.  

Der 24-stündige Blitz-Marathon hat in Brandenburg Raser deutlich ausgebremst und nach Einschätzung der Polizei zu entspannterem Verkehr geführt. Die Zahl der Geschwindigkeitsübertretungen habe während der Aktion gegenüber vergleichbaren Tagen spürbar abgenommen, meldete das Polizeipräsidium Brandenburg. Von insgesamt mehr als 178000 erfassten Fahrzeugen seien gut 4300 zu schnell unterwegs gewesen. „Dies entspricht einer Quote von 2,4 Prozent“, sagte Polizeisprecher Mario Heinemann. An Tagen ohne angekündigte Kontrollen liege diese Quote bei etwa 9 Prozent. Der erste bundesweite „Blitz-Marathon“ lief den gesamten Donnerstag und endete am Freitagmorgen. „Das war ein voller Erfolg, vor allem, weil es uns gelungen ist, mit den Verkehrssündern ins Gespräch zu kommen“, sagte Heinemann. „Insgesamt waren die Autofahrer an diesem Tag aber deutlich entspannter unterwegs.“

Nach Angaben der Polizei gab es während der Aktion auch weniger extreme Fälle von Rasern. Auf der Autobahn 111 ermittelte ein Videowagen einen Fahrer, der bei erlaubtem Tempo 100 mit 175 Stundenkilometern unterwegs war. Auf der Bundesstraße 2 bei Schmargendorf (Uckermark) wurde bei erlaubten 70 Stundenkilometern ein Fahrzeug mit Tempo 132 geblitzt. Und vor einer Kindertagesstätte in Eisenhüttenstadt wurde ein Fahrer mit 56 statt der erlaubten 30 Stundenkilometer gemessen.

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