Wegen versuchten Totschlags angeklagt:

Teilgeständnis nach gefährlichen Messerstichen

Ein Streit auf einer Grillparty kostete zwei Männer fast das Leben. Der Angeklagte räumte einige Vorwürfe ein, berief sich aber auf Erinnerungslücken.

Der Beschuldigte muss sich vor dem Landgericht Cottbus verantworten.
Patrick Pleul Der Beschuldigte muss sich vor dem Landgericht Cottbus verantworten.

Ein 26-Jähriger hat nach einer Messerattacke bei einer Grillparty südöstlich von Berlin einen Teil der Vorwürfe vor Gericht zugegeben. Er gestand am Donnerstag zum Prozessauftakt in Cottbus, auf einen Mann eingestochen zu haben. Wie die Stimmung auf der Feier kippen konnte und was zu der Auseinandersetzung führte, könne er aber nicht sagen. „Ich weiß bloß, dass ich im Schwitzkasten war“, beschrieb der Angeklagte sehr lückenhaft den Vorfall von Anfang Mai. „Ich wollte einfach bloß wegrennen.“

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) auf zwei Männer eingestochen zu haben, um sie zu töten. Der 26-Jährige bestritt jedoch einen Angriff auf das zweite Opfer. „Von einem anderen weiß ich nichts.“

Ohne einen Notarzt wären die Männer gestorben, heißt es in der Anklage. Der 26-Jährige, der zuletzt im nahe gelegenen Zossen (Teltow-Fläming) wohnte und derzeit in Untersuchungshaft sitzt, steht wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht. Bislang sind in dem Prozess Verhandlungstage bis Ende November geplant.

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