Als Mitglieder von Arbeitsgemeinschaft:

Templin und Angermünde mobilisieren gegen Rechts

Das Bündnis von 31 märkischen Städten will Null-Toleranz gegenüber jeglicher Form von Fremdenfeindlichkeit.

Die Angermünder haben schon häufig gegen Rassismus und Neonazis demonstriert.
Christina Schmidt Die Angermünder haben schon häufig gegen Rassismus und Neonazis demonstriert.

Die Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ hat sich klar gegen Rassismus ausgesprochen. Zu dem Zusammenschluss von 31 märkischen Kommunen gehören auch die Städte Templin und Angermünde in der Uckermark. In einem am Mittwoch veröffentlichten Positionspapier forderten die 31 Mitgliedsstädte „Null-Toleranz gegenüber jeglicher Form von Fremdenfeindlichkeit“. Die Arbeitsgemeinschaft verwies auf den Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen (Havelland) vor gut zwei Monaten. Die Aufgabe der Bürgermeister sei es, die Kräfte zu bündeln und mobil gegen jede Form von Extremismus zu machen, hieß es.

„Unsere Städte beweisen ihre Offenheit für Menschen in Not, egal welcher Herkunft und welcher Religion, seit mehreren hundert Jahren immer wieder aufs Neue“, hieß es in dem Papier. Überall im Land hätten sich Flüchtlingsinitiativen gegründet, die Asylbewerber willkommen hießen. Sie würden beispielsweise Fußballturniere wie in Perleberg veranstaltet oder Sprachpatenschaften wie in Bad Belzig übernommen.

Ende August war in Nauen die Sporthalle eines Oberstufenzentrums niedergebrannt. Dort sollten 100 Asylbewerber vorläufig unterkommen, bis ihre Unterkünfte fertiggestellt sind. Das Feuer wurde den Erkenntnissen der Ermittler zufolge mit Brandbeschleunigern vorsätzlich gelegt. Die Brandstifter werden im rechtsextremen Umfeld vermutet.

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