Auffällige Chats:

Terrorverdächtige berieten über Ziele

Per Chat haben sich die Eisenhüttenstädter, die im Verdacht stehen, einen Anschlag geplant zu haben, über mögliche Vorgehensweisen ausgetauscht.

Nach der Festnahme des 27-Jährigen untersuchen die Ermittler die Kommunikation des Islam-Konvertiten.
Patrick Pleul Nach der Festnahme des 27-Jährigen untersuchen die Ermittler die Kommunikation des Islam-Konvertiten.

Im Fall der beiden Terrorverdächtigen von Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) nehmen die Ermittler nach eigenen Angaben sämtliche Kommunikationsverbindungen der Männer unter die Lupe. Bislang seien nur auffällige Chats im Messengerdienst „Whatsapp“ entdeckt worden, in den sich die 27 und 30 Jahre alten Männer über „mögliche Ziele und Methoden von Anschlägen gegen Personen und Sachen“ austauschten, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Scherding.

Konkret ging es dabei um Möglichkeiten zur Beschaffung von Sprengstoff. Dabei wurde auch das Stadtfest Eisenhüttenstadt als möglicher Anlass erwähnt. „Nach wie vor haben wir keine konkreten Pläne oder genaue Vorbereitungen für Anschläge gefunden“, betonte Scherding.

Haft wegen Verdunklungsgefahr

Die Haftbefehle gegen die Terrorverdächtigen lauten auf Verabredung des Herbeiführens eines Sprengstoffexplosion. Haftgrund bei dem 27-jährigen Islam-Konvertiten sei Verdunkelungsgefahr, erklärte der Oberstaatsanwalt. Den Haftbefehl gegen den 30-Jährigen wegen Verabredung des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion setzte das Amtsgericht Eisenhüttenstadt unter strengen Auflagen aus.

Der 27-Jährige wurde am vergangenen Mittwoch in seiner Wohnung in Eisenhüttenstadt von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen, nachdem Nachbarn die Polizei über eine mögliche Terrorgefahr informierten. Einen Tag später wurde der mutmaßliche Komplize gestellt.

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