Deutsche Bahn:

Tickets kaufen könnte schwieriger werden

In Brandenburg gibt es wieder einmal Ärger um den Ticketverkauf der Bahn. Diesmal könnte die Zahl von Verkaufsstellen für Fahrkarten sinken.

Der Kauf einer Fahrkarte wird in manchen Gegenden womöglich schwieriger.
Uwe Miethe Der Kauf einer Fahrkarte wird in manchen Gegenden womöglich schwieriger.

In einer Reihe von Kleinstädten hat die Vertriebstochter der Bahn, DB Vertrieb, nach Informationen des Uckermark Kurier die Verträge mit den privat betriebenen DB Agenturen gekündigt. Dabei handelt es sich um Verkaufsstellen in ehemaligen Fahrkartenschaltern oder in Reisebüros in Bahnhofsnähe, die vor einigen Jahren nach dem Ende des klassischen Fahrkartenverkaufs am Bahnhof entstanden sind.

„Mir sind Fälle aus Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain (beide Elbe-Elster) und Gransee (Oberhavel) bekannt“, sagte der CDU-Verkehrspolitiker Rainer Genilke. Alle Agenturen hätten ein neues Vertragsangebot, aber zu deutlich schlechteren Konditionen erhalten. Dadurch werde der Fahrkartenverkauf in vielen Orten unrentabel. Wie die Inhaberin der Agenturen in Fürstenberg und Gransee, Ines Rolff, gegenüber dem Uckermark Kurier sagte, müsse sie bei der Agentur in Gransee mit Einnahmeverlusten in Höhe von 60 Prozent rechnen. „Für mich rentiert sich der Verkauf so nicht mehr“, sagte Rolff weiter.

Sollte die DB-Agentur in Gransee ihren Verkauf einstellen, gäbe es rund um den vor einigen Jahren geschlossenen Bahnhofs nur noch Fahrkartenautomaten. „Aber viele, gerade ältere Menschen haben Probleme, sich mit den Geräten zurechtzufinden“, so Genilke.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn AG bestätigte gegenüber dem Uckermark Kurier, dass seit Juni 2013 deutschlandweit ein neues Vertriebsmodell gelte. Grundsätzlich bleibe der Agenturvertrieb ein wichtiger Vertriebskanal, „der für uns jedoch auch wirtschaftlich sein muss“.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung