Nach grausigem Fund:

Toter Säugling im Kompostierer – Mutter in Haft

Nur wenige Stunden nach dem Fund einer Baby-Leiche scheint der Fall geklärt: Die Mutter eines toten Säuglings ist in Haft. Doch warum musste ihr Kind sterben?

Kriminaltechniker sichern Spuren auf dem Grundstück, auf dem das tote Baby gefunden wurde.
Paul Zinken Kriminaltechniker sichern Spuren auf dem Grundstück, wo das tote Baby gefunden wurde.

Nach dem Tod eines Säuglings in Glindow bei Potsdam sitzt die Mutter in Untersuchungshaft. Sie soll den kleinen Jungen auf einem Familiengrundstück auf einen Kompostierer geworfen haben. Gegen die 34-Jährige wird nun wegen Totschlags ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Frau habe die Tat gestanden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Laut Obduktion hat der kleine Junge nach der Geburt gelebt und ist eines unnatürlichen Todes gestorben. Wie das Kind umkam, wollte der Sprecher wegen der Ermittlungen nicht sagen.

Die Mutter war am Dienstagabend vorläufig festgenommen worden. Zuvor hatte sie sich bei der Polizei gemeldet und auf einem Parkplatz in Werder (Potsdam-Mittelmark) auf die Beamten gewartet, berichtete der Sprecher. „Zum Motiv und zur familiären Situation können wir derzeit noch nichts sagen.“

Das tote Baby war wenige Stunden vor der Festnahme der Mutter in Glindow (Potsdam-Mittelmark) gefunden worden. Der Hinweis kam aus dem familiären Umfeld, sagte der Sprecher. Eine Bewohnerin des Hauses, in dem auch die Beschuldigte lebte, habe das in ein Tuch gewickelte tote Kind in dem Kompostierer gefunden. „Dort hat es einige Tage gelegen, wie die Obduktion ergab.“

Nähere Angaben machte der Sprecher nicht. Die Ermittler würden nun das Umfeld der Frau beleuchten.

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