Am Wochenende:

Tour durch Mielkes alten Stasi-Bunker möglich

Brandenburgs „Bunker-Papst“ Paul Bergner bietet kundige Führungen durch den Bau an.

Der Hobby-Historiker und Bunker-Fachmann Paul Bergner bietet am Wochenende Interessierten die Möglichkeit, den alten Atombunker des früheren Stasi-Chefs Erich Mielke kennenzulernen.
Georg-Stefan Russew Der Hobby-Historiker und Bunker-Fachmann Paul Bergner bietet am Wochenende Interessierten die Möglichkeit, den alten Atombunker des früheren Stasi-Chefs Erich Mielke kennenzulernen.

Die alten Stahltüren des sogenannten Mielke-Bunkers bei Biesenthal (Barnim) werden wieder für Publikum geöffnet: Brandenburgs „Bunker-Papst“ Paul Bergner will am kommenden Wochenende wieder Interessierte durch den zweigeschossigen Tiefbunker der früheren DDR-Staatssicherheit führen. Seit 2003 hat er nach eigenen Angaben bereits mehrere Tausend Besucher durch Mielkes unterirdische Betonwelt geführt.

Der Atombunker ist ein monolithisches Schutzbauwerk. Er wurde aus einem Betonguss gefertigt. Die Gesamtbaukosten für das „Objekt 17/5005“ betrugen damals etwa 120 Millionen DDR-Mark. Der Bunker sollte Stasi-Chef Erich Mielke als Führungsstelle im Kriegsfall dienen.

Nach der Wende wurde er aufgegeben. Diebe brachen dort aber immer wieder ein und räumten das Gebäude fast komplett aus. Deshalb entschloss sich der Eigentümer, eine Recyclingfirma, vor einigen Jahren, den Bunker für immer zu verschließen und blockierte den Zugang mit rund sechs Tonnen schweren Betonplatten.

Auf Betreiben Bergners kam es aber dann zu einer Einigung mit der Firma, das Bauwerk mindestens einmal im Jahr mit schwerer Technik wieder zu öffnen. Seit 2014 organisiert der Bunker-Experte wieder Touren in den Mielke-Bunker. 2016 gibt es voraussichtlich einen weiteren Termin im Herbst.

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