Ohne Wasser keine Mücken:

Trockenheit hält Plagegeister fern

Stechmücken – kleine Blutsauger, die richtig nerven können. Die Hitze in diesem Jahr hat bislang die Population klein gehalten. Das kann sich aber schnell ändern.

Mückenstiche jucken und können zudem Krankheiten übertragen.
Patrick Pleul Mückenstiche jucken und können zudem Krankheiten übertragen.

Hitze und Trockenheit bieten schlechte Bedingungen für Stechmücken. Nur vergleichsweise wenige Mücken seien derzeit unterwegs, sagte Doreen Werner vom Leibniz-Institut für Agrarlandforschung im brandenburgischen Müncheberg. „In vielen Regionen gab es wie im Vorjahr bisher ganz wenig Niederschläge. Und ohne Wasser keine Mücken.“ Die Biologin leitet das Projekt „Mückenatlas“ und beobachtet das Vorkommen verschiedener Arten bundesweit. Jeder kann dort seine Mückenfunde einschicken. Für die Uckermark wurde so im Juli ein Fundort kartiert, und zwar in Carwitz. In Brandenburg werden im Mückenatlas bislang 246  Fundorte in diesem Jahr angezeigt.

So ruhig müsse es aber nicht bleiben, sagte Doreen Werner: „Hätten wir öfter richtig starken Regen oder Gewitter, würde die Mückenpopulation rund 14 Tage später richtig explodieren.“ In Baden-Württemberg etwa habe es Niederschläge gegeben, von denen auch eingewanderte Mückenarten profitierten, die warmes, feuchtes Klima lieben. Kürzlich hatten Forscher berichtet, dass die als Krankheitsüberträger gefürchtete Asiatische Tigermücke bei Freiburg wohl überwintert habe.