Bis zu 400 Megabit pro Sekunde:

Turbo-Internet in Potsdam

Eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit im Netz hilft vor allem bei Multimedia-Anwendungen und der Nutzung von Cloud-Diensten.

In der Regel braucht man Glasfaserkabel für schnelles Internet.
Daniel Reinhardt In der Regel braucht man Glasfaserkabel für schnelles Internet.

Ein besonders schnelles Internet mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 400 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) wird ab sofort für private Nutzer in Potsdam angeboten. „Dies ist etwa doppelt so schnell wie die bisherigen Spitzengeschwindigkeiten im Verbrauchermarkt“, sagte der Vertriebschef des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus, Stefan Beberweil, beim symbolischen Knopfdruck zum Start des Netzes am Mittwoch. Eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit sei für Multimedia-Anwendungen und die Nutzung von Cloud-Diensten eine wesentliche Voraussetzung.

„Wir wollen überall in Deutschland Zugang zu schnellem Internet schaffen“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinfrastrukturministerium, Dorothee Bär. „Der neue Spitzenwert von 400 Mbit pro Sekunde hat eine große Abstrahlwirkung in den Markt und wird dazu beitragen, dass die Internetgeschwindigkeiten auch in der Breite weiter steigen.“ Ziel der Bundesregierung sei es, bis zum Jahr 2018 eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 50 Mbit/s zu schaffen.

In der Region Potsdam sind bislang 40 000 Haushalte an das Kabelnetz von Tele Columbus angeschlossen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben hauptsächlich in den ostdeutschen Ländern aktiv und will das schnelle Internet nach und nach in weiteren Regionen anbieten.