Triumphalen Empfang:

Uckermärker Goldjungs zurück in der Heimat

Die Schwedter Sebastian Brendel und Jan Vandrey hatten bei den Olympischen Spielen in Brasilien Gold im Zweier-Kanu geholt. Ihre Heimatstadt bereitete ihnen jetzt einen triumphalen Empfang.

Die olympischen Gold-Kanuten Sebastian Brendel (links) und Jan Vandrey wurden am Freitag in ihrer Heimatstadt Schwedt triumphal empfangen.
Matthias Bruck Die olympischen Gold-Kanuten Sebastian Brendel (links) und Jan Vandrey wurden am Freitag in ihrer Heimatstadt Schwedt triumphal empfangen.

So feiern die Uckermärker ihre Olympiasieger: Schauspieler der Uckermärkischen Bühnen Schwedt begrüßten Sebastian Brendel und Jan Vandrey im Schwedter Wassersportzentrum mit einem Trommelwirbel. Die Nachwuchs-Kanuten hatten ein Spalier gebildet, durch das ihre großen Vorbilder schritten. Der Bürgermeister Jürgen Polzehl spendierte Schampus. Und obendrein durften sich die beiden Spitzensportler, die in Rio im Zweier-Kanu nach einem überaus spannenden Rennen Gold geholt hatten, ins ebenfalls goldene Buch der Oderstadt eintragen.

"Es ist schön, unsere Freude über den Olympiasieg mit den Menschen aus meiner Heimatstadt zu teilen", sagte Brendel. Sowohl er als auch sein jüngerer Kanu-Partner Jan Vandrey hatten ihre ersten Paddelschläge beim Schwedter Kanu-Verein getan. "Sie kamen als Halbhohe zu mir und haben hier ihre sportliche Laufbahn begonnen", erinnert sich sein Trainer Michael Tümmler vom Schwedter Wassersportverein. Brendel hatte im Jahr 1996 mit dem Training in Schwedt begonnen, Vandrey stieg im Jahr 2000 zum ersten Mal ins Kanu.

Olympia lief auf 135 Bildschirmen

Bis zum Olympia-Sieg war es damals noch ein weiter Weg. "Wir mussten aber schon damals unsere kurz- und langfristigen Ziele als Sportler formulieren. Und natürlich habe ich die Teilnahme an der Olympiade als Ziel aufgeschrieben, was man als Kind halt so macht", erinnert sich Jan Vandrey. "So richtig konkret wurde es aber erst, als ich nach Potsdam auf die Sportschule wechselte. Da rutschte Olympia dann in greifbare Nähe."

Die Schwedter hatten das Rennen in Rio mit großer Anteilnahme verfolgt. Der örtliche Media-Markt hatte zum Public Viewing eingeladen, auf 135 Bildschirmen konnte der Kampf verfolgt werden, über 200 Besucher drängten sich um die Fernsehgeräte. "Es war ein emotional überaus bewegender Moment", erinnert sich Bürgermeister Jürgen Polzehl an die Jubelminuten nach dem Olympiasieg.