Höchster Beamter im Innenministerium:

Umstrittener Polizeipräsident Feuring wird Staatssekretär

Arne Feuring steht wegen Pannen beim Maskenmann-Fall mächtig unter Druck. Nun aber steigt er sogar in die Landespolitik auf.

Polizeipräsident Feuring hatte zuletzt viel Gegenwind.
Ralf Hirschberger Polizeipräsident Feuring hatte zuletzt viel Gegenwind.

Brandenburgs Polizeipräsident Arne Feuring wird neuer Staatssekretär im Innenministerium. Das teilte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) nach seiner Wahl im Landtag in Potsdam mit. Feuring löst Rudolf Zeeb ab, der in der neuen Landesregierung die Staatskanzlei leiten wird. Das Kabinett muss noch zustimmen. Schröter sagte: „Die Entscheidung ist getroffen, ich meine, sie ist auch schon durchgesickert: Es wird Arne Feuring, der bisherige Polizeipräsident.“

Feuring war wegen der Ermittlungen im Maskenmann-Fall in die Kritik geraten. Ermittelnde Beamte hatten beanstandet, sie hätten nicht in alle Richtungen zu dem Fall recherchieren können. Feuring wies die Kritik zurück. Schröter sagte zu den Vorwürfen: „Ich habe gehört, dass es sehr viele Mutmaßungen gibt, die allesamt nicht belegt sind.“ Er selbst habe sich zu diesem Thema noch nicht sachkundig machen können, genauso wenig wie zu anderen Themen. In Feuring sehe er aber einen geeigneten Mann, der die Aufgaben bei der Polizeireform vernünftig schultern und den Polizeiapparat strukturieren könne. „Deswegen setze ich auf ihn.“

Im Maskenmann-Fall sitzt ein 47-jähriger Berliner am Landgericht Frankfurt (Oder) wegen zweier Überfälle auf Millionärsfamilien in Ostbrandenburg auf der Anklagebank. Ihm werden versuchter Mord, schwere Körperverletzung, räuberische Erpressung und versuchter Totschlag zur Last gelegt. Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen. Zu Prozessbeginn im Mai ließ er erklären, er sei nicht der gesuchte Täter.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung