Braunkohle-Proteste in der Mark:

Umweltaktivistin kommt vor Gericht

Am Pfingstwochenende hatten zahlreiche Menschen gegen die Tagebaue in Brandenburg demonstriert. Dabei kam es zu Straftaten. Eine Frau muss sich nun in einem Prozess verantworten. Das Problem: Wer ist sie überhaupt?

Bei den Protesten in der Lausitz legten die Demonstranten die Bahngleise lahm. Einige ketteten sich auch fest.
Patrick Pleul Bei den Protesten in der Lausitz legten die Demonstranten die Bahngleise lahm. Einige ketteten sich auch fest.

Eine mutmaßliche Aktivistin der Braunkohle-Proteste in der Lausitz vom Pfingstwochenende kommt in der nächsten Woche vor ein Cottbuser Gericht. In der Hauptverhandlung am 9. Juni geht es um den Vorwurf des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, wie ein Sprecher des Amtsgerichts am Mittwoch auf Anfrage sagte. Die Frau sitzt nach Gerichtsangaben in Untersuchungshaft, weil sie ihren Namen nicht verrät. "Man weiß bislang immer noch nicht, wer sie ist", betonte der Sprecher.

Die Frau war nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft an Pfingsten bei einer Ankettungsaktion an Bahngleisen für den Kohletransport festgenommen worden. Tausende hatten an dem Wochenende für den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung demonstriert. Die Aktivistin soll versucht haben, zu den Gleisen zurückzugelangen, nachdem sie von Beamten weggetragen worden sei. Beim Zurücklaufen habe sie um sich geschlagen, getreten und dabei einen Beamten verletzt. Die Staatsanwaltschaft hatte beim Amtsgericht einen Antrag auf ein beschleunigtes Verfahren gestellt.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung