Geschäftsführerin entlassen:

Untreueverdacht bei der CDU

Die Kreisgeschäftsführerin der CDU von Dahme-Spreewald hat womöglich mehrere 10 000 Euro in ihre eigene Tasche gesteckt. Es wäre nicht der erste Fall von Veruntreuung in einer brandenburgischen Partei.

„Schockzustand“ beim Kreisverband
Arno Burgi „Schockzustand“ beim Kreisverband

Die CDU-Kreisgeschäftsführerin von Dahme-Spreewald ist wegen Verdachts der Untreue fristlos entlassen worden. Sie soll in die Kasse des Kreisverbands gegriffen und einen „erheblichen finanziellen Schaden“ angerichtet haben. „So etwas hat es meines Wissens in der brandenburgischen CDU noch nicht gegeben. Wir befinden uns im Schockzustand“, sagte Verbandssprecherin Elisabeth Prott. Eine genaue Zahl nannte sie aber nicht. Parteikreise sprechen von mehreren 10 000 Euro.

„Gegen sie wurde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Cottbus gestellt und ein Anwalt eingeschaltet, der Regressansprüche gegen die ehemalige Kreisgeschäftsführerin einleitet“, sagte Prott. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft konnte den Fall zunächst nicht bestätigen.

„Das ist alles andere als ein trivialer Vorgang“, erklärte CDU-Landesverbandssprecher Philipp Gursch. Die CDU Dahme-Spreewald sei dennoch handlungsfähig. Der Landesverband helfe unter anderem finanziell aus, hieß es.

Erst im Juli dieses Jahres hatte der Bundesgerichtshof das Urteil gegen den ehemaligen Schatzmeister der brandenburgischen Bündnisgrünen, Christian Goetjes, wegen Veruntreuung von Parteigeldern bestätigt. Er hatte gestanden, von Januar 2009 bis Februar 2011 rund 270 000 Euro veruntreut zu haben.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung