Millionen-Förderung erschlichen:

Urteil im Betrugsprozess erwartet

Statt Biotechnologie zu entwickeln, hat eine Firma mehr als 11 Millionen Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet. Den Angeklagten drohen lange Haftstrafen.

Mittlerweile ist die Human Bio Sciences GmbH insolvent. Das Land Brandenburg fordert Schadenersatz für die gezahlten Mittel.
Bernd Settnik Mittlerweile ist die Human Bio Sciences GmbH insolvent. Das Land Brandenburg fordert Schadenersatz für die gezahlten Mittel.

Im Betrugsprozess um die Firma Human Bio Sciences (HBS) soll am kommenden Mittwoch das Urteil fallen. Das sagte eine Sprecherin des Landgerichts Potsdam am Freitag. Zuvor müsse die Wirtschaftskammer noch über einen Beweisantrag entscheiden. Für den Firmeninhaber (41) hat die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren gefordert. Der Geschäftsführer (39) soll demnach viereinhalb Jahre ins Gefängnis.

Laut Anklage hat das Duo mit gefälschten Rechnungen rund 11,1  Millionen Euro Fördermittel erschlichen. Das Geld sollte angeblich in die Herstellung von medizinischen Produkten in Luckenwalde (Teltow-Fläming) fließen. Laut Anklage hatten die Männer nie vor, das Geld für das Unternehmen zu verwenden. Mit einem komplizierten Geflecht aus Briefkastenfirmen gelang die Täuschung. Die Firma meldete Ende 2013 Insolvenz an.

 

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