Autobahn-Bau in Brandenburg:

Verbindung zwischen Ostsee und Adria wird gebaut

Mit der Errichtung der A 14 verbinden sich viele wirtschaftliche Hoffnungen. Doch noch gibt es einige Unklarheiten.

Eine Baumaschine setzt am vergangenen Montag den Spatenstich.
Ralf Hirschberger Eine Baumaschine setzt am vergangenen Montag den Spatenstich.

Nach jahrelanger Planung haben auch in Brandenburg die Bauarbeiten für die Autobahn 14 begonnen. Mit einem symbolischen Spatenstich starteten Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) und Bundesverkehrsstaatssekretär Rainer Bomba in der Prignitz den ersten von insgesamt drei Abschnitten. Das knapp zwölf Kilometer lange Stück zwischen Karstädt und Groß Warnow für rund 100 Millionen Euro soll 2015 fertig sein.

Insgesamt sollen rund 157 Kilometer Autobahn entstehen und die Lücke zwischen zwischen der A 2 am Kreuz Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und der A 24 bei Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) schließen.

Die A 14 zähle zu den wichtigsten Infrastrukturprojekten, die derzeit in Ostdeutschland realisiert würden, erklärten die Politiker. So würden die nord- und ostdeutschen Binnenhäfen besser ans Land angeschlossen, sagte Bomba. Diese verkehrspolitische Bedeutung habe die EU-Kommission bewogen, den Abschnitt zwischen Karstädt und Groß Warnow zu fördern. „Die EU steuert knapp die Hälfte der erforderlichen 118 Millionen Euro bei.“ Minister Vogelsänger hob die Bedeutung für Brandenburg hervor: „Mit der neuen Autobahn verbinden sich in der Prignitz vor allem Erwartungen auf wirtschaftliche Impulse, die entlang leistungsfähiger Verkehrswege im Entwicklungskorridor von der Ostsee bis zur Adria entstehen sollen.“ Zudem verbessere sich die Situation für Berufspendler.

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg forderte Bund und Land auf, die Gesamtfinanzierung des Projekts sicherzustellen. Die unsichere Finanzierung kritisierte auch die Brandenburger Grünen-Politikerin Annalena Baerbock. Das Projekt stehe bis auf drei Abschnitte noch auf wackligen Füßen, so die Bundestagsabgeordnete. „Bei einigen Abschnitten ist überhaupt noch nicht klar, wo die Trasse entlangführen soll.“ Gegen einzelne Abschnitte liefen auch noch Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

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