Skandal in MV:

Verseuchtes Futtermittel auch in Brandenburg

In Mecklenburg-Vorpommern dürfen 13 Legehennenbetriebe ihre Eier und das Geflügel nicht mehr als Bio vermarkten. Sie hatten verseuchtes Futter aus der Ukraine importiert. In Brandenburg verliert sich bislang die Spur der verseuchten Ware.

Bio-Futtermittel für Hennen müssen häufig noch importiert werden. Es innerhalb von Deutschland anzubauen, wäre wünschenswert.
Philipp Schulze Bio-Futtermittel für Hennen müssen häufig noch importiert werden. Es innerhalb von Deutschland anzubauen, wäre wünschenswert.

Im jüngsten Skandal um pestizidbelastete Bio-Futtermittel aus der Ukraine fordert Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) Aufklärung durch die Behörden. Ihm sei bekannt, dass dieses Futtermittel auch nach Brandenburg geliefert wurde, sagte Backhaus. Während in Mecklenburg-Vorpommern die Lieferwege aufgedeckt und ein Öko-Vermarktungsverbot für die betroffenen Betriebe verhängt worden sei, herrsche anderswo Stillschweigen.

Nur Gut Dalwitz Ei blieb von dem Skandal verschont

Die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern waren bei ihren Ermittlungen auf die Lieferlisten gestoßen. In den Nordosten seien 233 Tonnen gekommen. Das verseuchte Futtermittel aus der Ukraine wurde in MV vor allem an 13 Legehennenbetriebe des Erzeugerzusammenschlusses Fürstenhof geliefert. Für die Betriebe gilt ein Öko-Vermarktungsverbot für Geflügel und Eier. Als einziger der Fürstenhof-Betriebe war die Gut Dalwitz Ei GmbH von dem Skandal verschont geblieben.

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