Nach der Flut:

Versicherungsbeiträge sollen steigen

Das Juni-Hochwasser hat jetzt auch für Versicherte mit DDR-Verträgen ein Nachspiel. Die Versicherungsgesellschaft Allianz will neue Kontrakte mit höherer Selbstbeteiligung.

Nach den Pegeln könnten die Versicherungsbeiträge steigen.
Bernd Settnik Nach den Pegeln könnten die Beiträge für Versicherungen von Häusern steigen.

Als Folge der Flutkatastrophe im Juni müssen sich Hausbesitzer auf eine Erhöhung ihrer Gebäudeversicherung einstellen. Ersten Hinweisen zufolge sollten die Beitragssätze um bis zu 50 Prozent steigen, schrieb die „Märkische Allgemeine“ unter Berufung auf die brandenburgische Verbraucherzentrale.In den kommenden Tagen würden 15 000 Kunden des Münchner Versicherungskonzerns Allianz in Ostdeutschland aufgefordert, einen neuen, teureren Vertrag im Schadensfall abschließen. Andernfalls stünden sie ab Anfang 2014 ohne Versicherungsschutz da. In Brandenburg sollen rund 2000 Haushalte betroffen sein. Die Allianz wolle die vergleichsweise günstigen DDR-Altverträge inklusive Hochwasserschutz loswerden. Neben höheren Versicherungsprämien sollen sich Hauseigentümer im Schadensfall an der Regulierung mit einer Selbstbeteiligung von 1500 bis 3000 Euro beteiligen, hieß es.

Nach Allianz-Angaben verfügen immer noch 450 000 Kunden in den ostdeutschen Bundesländern über eine DDR-Gebäudeversicherung. Nach der Wende hatte der Konzern die Staatliche Versicherung der DDR und deren Kunden übernommen und die Verträge weiterlaufen lassen.

Gegen diese Änderungskündigung lasse sich nach Ansicht der Verbraucherschützer nur wenig ausrichten. Auch sei offen, ob jeder ein neues Angebot bekomme, oder ob Versicherte in der höchsten Hochwasser-Risikozone vier ausgenommen bleiben. Allianz-Vorstand Severin Moser hingegen verspricht Garantien, dass alle Kunden ein Angebot zur Gebäudeversicherung samt Elementar-Risikodeckung erhalten würden.

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