Nach Gewaltattacke gegen Polizei:

Verurteilter Rechtsextremist geht in nächste Instanz

Das Amtsgericht Pasewalk hatte den 26-Jährigen in erster Instanz wegen Landfriedensbruchs zu vier Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollten.

Polizisten müssen an dem Szene-Treff Rechtsradikaler immer wieder eingreifen.
Rita Nitsch Polizisten müssen an dem Szene-Treff Rechtsradikaler immer wieder eingreifen.

Der Prozess um Gewaltattacken gegen Polizisten durch eine Gruppe Rechtsextremer bei Pasewalk (Kreis Vorpommern-Greifswald) geht in die nächste Instanz. Wie ein Sprecher des Amtsgerichtes Pasewalk am Mittwoch mitteilte, hat der Verteidiger des verurteilten Rechtsextremisten Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. Der 26-Jährige aus Brandenburg an der Havel (Brandenburg) war wegen Landfriedensbruchs zu vier Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden sollten.

Der Mann hatte im Herbst 2013 bei Pasewalk eine Gruppe von 80 bis 100 Gesinnungsgenossen angestiftet, eine Polizeikette zu durchbrechen und die Beamten mit Flaschen und Steinen anzugreifen. Hintergrund war ein von der Polizei verbotenes Konzert der rechten Szene, das in einem bekannten Szene-Treff stattfinden sollte. Mehrere Beamte wurden verletzt, Autos beschädigt.

Der 26-Jährige hatte vor Gericht geschwiegen, war aber von Polizisten als Anstifter erkannt worden.

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