Ab Juli:

Volksbegehren gegen Massentierhaltung startet

Neun Mal hatten Bürger schon die Chance, sich in Brandenburg direkt in die Gesetzgebung einzubringen. Jetzt kommt die zehnte. Nachdem eine Initiative an der Landesregierung scheiterte, will sie auf diesem Weg um das Tierwohl kämpfen.

Eine Initiative will die Haltungsbedingungen der Tiere verbessern und „Megaställe“ verhindern.
Patrick Pleul Eine Initiative will die Haltungsbedingungen der Tiere verbessern und „Megaställe“ verhindern.

Rund 34  000 Unterschriften hat Aktionsbündnis Agrarwende gesammelt. Die Forderung: der Stopp von weiteren geplanten Großmastanlagen für Geflügel und Schweine. Haßleben und Tornitz nannten die Tierschützer auf ihrer Internet-Seite als Beispiele. Vor der Landesregierung war die Volksinitiative damit gescheitert. Im Frühjahr kündigte das Bündnis an, ein Volksbegehren auf den Weg bringen zu wollen. Jetzt ist es soweit, wie der Landeswahlleiter am Mittwoch informierte. Die Eintragungsfrist beginnt am 15. Juli und endet am 14. Januar.

Das Aktionsbündnis fordert unter anderem das Verbot des Kürzens von Schnäbeln und Schwänzen in der Tierhaltung, die ausschließliche Förderung einer artgerechten Tierhaltung und ein Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände. Zudem sollte sich die Landesregierung im Bundesrat für einen strengeren Schutz vor Schaftstoffen und für weniger Antibiotika in den Ställen einsetzen. Damit will das Aktionsbündnis, wie auf www.agrarwen.de nachzulesen ist, den Bau von „Megaställen“ bremsen.

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