Deutliche Niederlage:

Volksbegehren gegen Windkraft gescheitert.

Mit fast 3500 Anlagen ist Brandenburg bei der Windenergie führend. Gegen einen Ausbau hat eine Initiative ein Volksbegehren gestartet – erfolglos, wie jetzt feststeht. Die Debatte über Probleme mit der Windkraft ist damit vor allem in der Mark nicht beendet.

Eine der Forderungen der Initiative: Windräder sollten nicht in Wäldern aufgestellt werden dürfen.
Armin Weigel Eine der Forderungen der Initiative: Windräder sollten nicht in Wäldern aufgestellt werden dürfen.

Das Volksbegehren zur Beschränkung der Windkraftanlagen in Brandenburg ist deutlich gescheitert. Mit 45 270 gültigen Unterschriften sei die notwendige Zahl von mindestens 80 000 Unterstützern nicht erreicht worden, teilte der Landeswahlleiter am Mittwoch mit. Der Sprecher der Volksinitiative "Rettet Brandenburg", Thomas Jacob, zeigte sich enttäuscht. "45  000 Unterschriften – das ist ja nicht viel", sagte er. "Aber wir haben eine Diskussion über die Probleme mit der Windkraft in Gang gesetzt und wir werden uns weiter einmischen."

Die Initiative hatte einen größeren Mindestabstand von Windrädern zu Wohnsiedlungen und ein Verbot von Anlagen im Wald gefordert. In Brandenburg waren nach Auskunft des Bundesverbands Windenergie Ende 2015 insgesamt 3463 Windkraftanlagen installiert. Für die mit den Windrädern erzeugte Energie gibt es die jüngste Angabe für das Jahr 2014, da wurden in Brandenburg 7847 Gigawattstunden Strom erzeugt. Damit belegt die Mark bundesweit den dritten Platz. Die hohe Stromproduktion durch Erneuerbare Energien bekommen die Verbraucher in Brandenburg besonders zu spüren. Im bundesweiten Vergleich zahlen sie die höchsten Netzgebühren. Dort, wo besonders viel „grüner Strom“ ins Netz gespeist wird, steigen auch die Netzentgelte. 

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