Trotz Abkühlung:

Waldbrandgefahr bleibt akut

Steigen die Temperaturen, steigt die Waldbrandgefahr. Wie sehr, hat das heiße Wochenende gezeigt. Es kam zu mehreren Waldbränden. Teilweise entzündeten sich gelöschte Feuer erneut.

Obwohl die Warnstufen in mehreren Landkreisen gesenkt wurde, können Förster und Feuerwehren keine Entwarnung geben.
Frank Rumpenhorst Obwohl die Warnstufen in mehreren Landkreisen gesenkt wurde, können Förster und Feuerwehren keine Entwarnung geben.

Die Abkühlung nach dem bisher heißesten Tag des Jahres mit 33 Grad in Brandenburg hat keine Auswirkungen auf die Trockenheit der Wälder. Von Sonnabend bis Sonntag habe es im Norden und Süden ein bisschen geregnet, sagte Raimund Engel, Waldbrandschutz-Beauftrager des Landes am Sonntag. "Das ist bei Weitem nicht ausreichend, um Entwarnung geben zu können." Zwar konnten die bis am Sonnabend in neun Landkreisen noch geltenden höchsten Waldbrandwarnstufen gesenkt werden, doch sei die Gefahr nicht vorbei. "Für uns als Förster und die Feuerwehrleute ist das keine nennenswerte Entspannung"

In den Kreisen Barnim, Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Potsdam-Mittelmark war es zu Waldbrände gekommen. Feuerwehren musste seit Freitag mehrfach ausrücken. Bereits gelöschte Brände loderten von neuem auf. Betroffen waren zusammen rund 20 Hektar Fläche.

Nicht nur Feuer verursacht Schäden

Allein in Eberswalde gerieten am Freitagabend circa sieben Hektar Wald in Brand, so die Polizei am Sonntag. Ein Sprecher der Regionalleitstelle Brandenburg sagte am Sonntag, ein nochmals aufgeflammtes Feuer im Landkreis Teltow-Fläming konnte gelöscht werden. Betroffen waren drei Hektar Wald. Bis zum späten Nachmittag sollten Feuerwehrleute einen Brand auf einem ebenfalls drei Hektar großen Areal bei Bad Belzig löschen. Forstleute hätten um den brennenden Wald einen Ring gepflügt, damit sich das Feuer nicht ausbreiten könne. Über Nacht werde eine Feuerwache eingerichtet.

Wenn die Feuerwehr den Ort schnell erreiche, brenne am Boden nur Gras und Kraut. "Sobald die Flammen die Bäume erfassen und an der Borke hochzüngeln, wird es problematisch." Dann sei nicht mehr das Feuer in erster Linie Ursache für die Schäden, erklärte Engel. "Es kommen sofort Insekten in die betroffenen Bestände, bohren sich ein und legen ihre Brut ab." Das seien bestimmte Käferarten, die sich darauf spezialisiert hätten. In der Folge stürben die Bestände ab.

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