Blindgänger in Potsdam entschärft:

Weiter Bombenalarm in Brandenburg

Nummer 147 und 148 seit 1990 sind entschärft: Die Landeshauptstadt hat routiniert reagiert. Zu großen Beeinträchtigungen kam es in Potsdam nicht. Dagegen gibt es in Oranienburg schon wieder neue Arbeit.

Sprengmeister Mike Schwitzke bereitet den Abtransport von zwei entschärften 250-Kilogramm-Bomben vor.
Bernd Settnik Sprengmeister Mike Schwitzke bereitet den Abtransport von zwei entschärften 250-Kilogramm-Bomben vor.

Zwei Fünf-Zentner-Weltkriegsbomben sind am Montag in Potsdam entschärft worden. In einem Waldstück nahe der B2 hatte der Sprengmeister des Kampfmittelbeseitigungsdienstes nach Angaben der Potsdamer Stadtverwaltung nur wenig Mühe, die Zünder von den Blindgängern britischer und amerikanischer Bauart zu entfernen. „Das waren nach der Wende Nummer 147 und 148“, sagte Stadtsprecher Markus Klier.

Der eine Blindgänger befand sich nahe einer Gasleitung in nur 30 Zentimeter Tiefe. Der andere hatte nach Angaben des Sprengmeisters einen Stoß abbekommen. Er war stark deformiert. Nachdem die Zünder abmontiert waren, wurden sie gesprengt. Der Sperrkreis ist seit Montagmittag wieder aufgehoben. Insgesamt 179 Mitarbeiter von Stadtverwaltung und Polizei sicherten ihn ab. Auch die Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes mussten ihre Büros verlassen.

Dagegen ist in der Oranienburger Innenstadt wieder Bombenalarm. Zwischen zwei Wohnblöcken wurde am Montagmorgen in 4,5 Meter Tiefe eine Fünf-Zentner-Bombe entdeckt. 43 Bewohner der Wohnblöcke mussten die Häuser verlassen. Wann sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können, ist noch unklar. „Am Dienstag soll nachgesehen werden, ob der Blindgänger über einen Zünder verfügt, welcher Bauart er ist, und ob er herausdrehbar ist“, erklärte Stadtsprecherin Eike-Kristin Fehlauer. Wenn eine Entschärfung möglich ist, müssten am Mittwochmorgen 12 000 Oranienburger einen erweiterten Sperrkreis verlassen. Auch der Bahnverkehr wäre betroffen.

 

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!