Nummer 176 seit 1990:

Weltkriegsbombe gesprengt

In Oranienburg ist eine weitere Bombe aus dem Verkehr gezogen worden. Dem ersten Anschein nach lief alles überraschend glatt ab.

Auch der S-Bahnhof in Oranienburg war Teil der Sperrzone, während die Fünf-Zentner-Bombe in die Luft gejagt wurde.
Oliver Mehlis Auch der S-Bahnhof in Oranienburg war Teil der Sperrzone, während die Fünf-Zentner-Bombe in die Luft gejagt wurde.

Es gab eine dicke 80 Meter hohen Staubwolke, dann war alles vorbei. Der Blindgänger explodierte kurz nach 13 Uhr. Zu gravierenden Schäden kam es wohl nicht, wie Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) sagte.

Um die Bombe war ein zwei Kilometer großer Sperrkreis in der Innenstadt gebildet worden. 12 000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen oder konnten ihre Arbeitsplätze nicht erreichen. Auch der Auto- und Bahnverkehr waren gestört. Seit dem frühen Morgen war das Zentrum von Oranienburg eine Geisterstadt.

Erst vor zwei Wochen war bei der Sprengung einer Bombe in der Kreisstadt ein Einfamilienhaus zerstört worden. Verletzt wurde dabei niemand. Die Oranienburger haben mit der Entschärfung oder Sprengung von Bomben viel Erfahrung: Seit 1990 wurden mit der Bombe vom Mittwoch 176 Weltkriegsbomben unschädlich gemacht. Auch fast 70 Jahre nach Kriegsende liegen in und um Oranienburg noch so viele Blindgänger in der Erde wie kaum in einer anderen deutschen Stadt.

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