Brandenburgische Technische Universität:

Weniger Fakultäten geplant

Die Fusion der Cottbuser Uni mit einer Fachhochschule löste Proteste aus. Ein Entwicklungsplan soll beim Zusammenwachsen helfen.

Der Präsident der BTU Cottbus-Senftenberg, Jörg Steinbach
Ralf Hirschberger Der Präsident der BTU Cottbus-Senftenberg, Jörg Steinbach

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) senkt die Zahl ihrer Fakultäten. Aus derzeit acht sollen sechs neue hervorgehen, wie Hochschulpräsident Jörg Steinbach am Montag in Cottbus bei der Vorstellung des Hochschulentwicklungsplans sagte. An jeder der neuen Fakultäten soll es zudem sowohl Universitäts- als auch Fachhochschul-Studiengänge geben. Damit will die BTU das Zusammenwachsen der ehemaligen Cottbuser Uni mit der Fachhochschule Lausitz (FH) in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) vorantreiben. Die Hochschulen fusionierten vor zwei Jahren.

Es war das erste Mal, dass eine technisch geprägte Uni einen solchen Weg einschlug. Viele Lehrende und Studenten hatten in Cottbus dagegen protestiert. BTU-Präsident Steinbach sieht demgegenüber die Entwicklung der Uni als eine Art Blaupause für andere Hochschulen in ländlich geprägten Regionen Deutschlands. Die Fusion wurde damals unter anderem mit dem demografischen Wandel begründet. Steinbach betonte, dass es gelingen müsse, dass in sechs bis zehn Jahren niemand mehr die Existenzberechtigung der BTU infrage stellt.