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Weniger Grippe-Impfungen

Bei der diesjährigen Impfkampagne der Landesärztekammer haben rund 85 000 Brandenburger einen Grippeschutz erhalten, deutlich weniger als sonst. Was sind die Gründe dafür?

An einem schützenden Pikser gab es geringeres Interesse.
Oliver_Soulas An einem schützenden Pikser gab es geringeres Interesse.

An der dreiwöchigen Aktion der Vertragsärzte 2011 hatten sich doppelt so viele Bürger beteiligt, teilte die Kassenärztliche Vereinigung mit. In dieser Saison habe zunächst ausreichend Impfstoff gefehlt, begründete der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, Hans Joachim Helming, die Zahlen. Der Engpass sei inzwischen aber vorüber, auch im November und Dezember könne geimpft werden.

Während der Kampagne ließen sich auch 3000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene gegen Masern immunisieren. Rund 8200 Kinder und Erwachsene erhielten Schutz gegen Tetanus, rund 8400 gegen Diphtherie und etwa 8100 gegen Keuchhusten. Rund 5150 Menschen ließen sich gegen Kinderlähmung impfen, 4200 gegen Pneumokokken und 3550 gegen Hepatitis B. 800 Mädchen und jungen Frauen erhielten Schutz gegen die Humanen Papillomaviren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs verursachen können.