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Weniger Straftaten in Bahnhöfen und Zügen

Graffiti, Metalldiebstähle: Die Bahn verzeichnet in Brandenburg insgesamt weniger Kriminalität. Gesprengte Fahrkartenautomaten und Gewalt bleiben aber ein Ärgernis.

Nicht ganuz so viele wie im Vorjahr, aber dennoch: 43 Fahrkartenautomaten wurden im vergangenen Jahr in Brandenburg gesprengt.
Boris Roessler Nicht ganuz so viele wie im Vorjahr, aber dennoch: 43 Fahrkartenautomaten wurden im vergangenen Jahr in Brandenburg gesprengt.

Die Bahn beobachtet in Bahnhöfen und Zügen in Brandenburg immer weniger Kriminalität. 2015 wurden mit 2000 rund 20 Prozent weniger Straftaten als im Vorjahr registriert, wie aus dem aktuellen Sicherheitsbericht hervorgeht. Besonders erfreulich für die Bahn ist, dass die Zahl der Metalldiebstähle 2015 um ein Fünftel auf 153 Fälle (2014: 189) zurückgegangen ist. Hintergrund seien mehr Festnahmen von Tätern, die Erhöhung der Kontrolldichte durch Bahn und Bundespolizei sowie die Kennzeichnung von Metallteilen mit künstlicher DNA, so Bahn-Sicherheitschef Hans-Hilmar Rischke. Graffiti-Straftaten nahmen um fast 30 Prozent ab.

In Sachen gesprengter Fahrkartenautomaten gibt es keine Entwarnung. Insgesamt 43 wurden im vergangenen Jahr aufgebrochen, das sind laut Angaben fast so viele wie 2014. Ein geknacktes Gerät zu ersetzen, wird für die Bahn richtig teuer. Bis zu 30 000 Euro können pro Automat fällig werden, wie ein Sprecher mitteilte. Deshalb sollen nun unter anderem Farbpatronen eingesetzt werden. Im Falle eines Aufbruchs wird das Bargeld in der Kassette eingefärbt und somit unbrauchbar für die Täter.

Vorgehen gegen Randalierende Fußballfans

Auch Gewalt ist weiter ein Thema in Bahnhöfen und Zügen. Insgesamt registrierte die Bundespolizei 2015 in Berlin und Brandenburg 2400 Übergriffe. Das sind fast so viele wie ein Jahr zuvor. Zudem wurden in Brandenburg insgesamt 36 Attacken auf Bahn-Mitarbeiter gezählt. Die meisten Angriffe stehen im Zusammenhang mit Fahrkartenkontrollen oder Fußballspielen – oft ist Alkohol im Spiel.

Die Bahn hat angekündigt, massiver gegen randalierende Fußballfans vorzugehen. Gewalttäter müssten Züge sofort verlassen, werden künftig nicht mehr mitgenommen und mit Hausverboten direkt am Tatort belegt, erklärte Rischke.