Eichenprozessionsspinner:

Weniger Wald durch hungrige Schmetterlingsraupen zerstört

Seit dem ersten Auftreten des Schädlings wurden etwa acht Millionen Euro für dessen Bekämpfung ausgegeben.

Der Kahlfraß durch den Eichenprozessionsspinner sank von 159 Hektar im Jahr 2012 auf vier Hektar im vergangenen Jahr.
Bernd Settnik Der Kahlfraß durch den Eichenprozessionsspinner sank von 159 Hektar im Jahr 2012 auf vier Hektar im vergangenen Jahr.

Die Schäden durch den Eichenprozessionsspinner in Brandenburg gehen zurück: Während 2012 noch 5793 Hektar Wald von den gefräßigen Raupen des Schmetterlings betroffen waren, waren es im vergangenen Jahr nur noch 1051 Hektar.

Der Kahlfraß durch den Eichenprozessionsspinner sank von 159 Hektar im Jahr 2012 auf vier Hektar im vergangenen Jahr. Das sagte Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Mittwoch im Landwirtschaftsausschuss des Landtags. Der Prignitzer Abgeordnete Thomas Domres (Linke) hatte sich zuvor nach dem aktuellen Stand erkundigt.

Seit dem ersten Auftreten des Schädlings wurden demnach rund acht Millionen Euro für dessen Bekämpfung ausgegeben. „Wir werden hier mit Augenmaß weitermachen“, sagte Vogelsänger. Die Zulassung des Schädlingsbekämpfungsmittel Dippel ES sei noch bis zum Jahr 2020 gültig.

Es werde aber immer wieder einmal zum Befall einzelner Flächen kommen, weil es etwa entlang von Gewässern oder in Naturschutzgebieten Rückzugsgebiete der Schmetterlinge gebe, in denen das Schädlingsbekämpfungsmittel nicht eingesetzt werden könne. benl