Herausforderung für die Polizei:

Wer Windkraft sät, wird Schwerlasttransporte ernten

Brandenburg gehört zur bundesweiten Spitze bei den Windkraftanlagen. Deren Beförderung belastet die Polizei immer mehr.

Mehr als 50 Prozent der Transporte kommen aus der Windkraftbranche.
Arno Burgi Mehr als 50 Prozent der Transporte kommen aus der Windkraftbranche.

Die Zahl der Schwerlasttransporte durch Brandenburg ist erneut gestiegen. Insgesamt 50 878  Großraum- und Schwertransporte wurden 2013 beantragt, wie Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag erklärte. 2012 waren knapp 48 500 Schwerlasttransporte beantragt worden, 2011 rund 40 000. Ein Hauptgrund für den Anstieg sind immer mehr Windkraftanlagen im In- und Ausland. Brandenburg gehört zur Spitze – als Nutzer, zunehmend auch als Hersteller. So erhöht sich die Zahl der Transporte für die sperrigen und schweren Teile. Mehr als 50 Prozent aller Schwertransporte im Land kommen nach Angaben der Polizei aus dieser Branche.

Um Unfälle zu vermeiden, müssen Polizisten viele Schwerlasttransporte begleiten. Von 2010 bis 2013 stieg die Zahl der Begleitfahrzeuge um über 25 Prozent. Auf Bundesebene habe sich Brandenburg für eine Reduzierung der Polizeibegleitung von Schwerlasttransporten ausgesprochen und entsprechende Beschlüsse unterstützt. Zeitgleich erarbeite Rot-Rot eine weitere Änderung: Künftig soll der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg Großraum- und Schwertransporte durchführen.

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