Abgeordneter will Kosten sparen:

Wichmann schläft in der Jugendherberge

Der Alleinverdiener einer sechsköpfigen Familie aus der Uckermark muss aufs Geld gucken.

Der CDU-Politiker begnügt sich mit einem einfachen Zimmer.
Ralf Hirschberger Der CDU-Politiker begnügt sich mit einem einfachen Zimmer.

Der Brandenburger CDU-Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann bleibt seinem Ruf als sparsamer Preuße weiter treu. Am Dienstag bezog er am Tag vor der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Landtages wieder ein Zimmer in der Potsdamer Jugendherberge. „Das ist preiswerter als eine Zweitwohnung oder ein Hotelzimmer“, sagte der Uckermärker auf Anfrage. Er war durch die Filme „Herr Wichmann von der CDU“ (2002) und „Herr Wichmann aus der dritten Reihe“ (2012) von Andreas Dresen bekannt geworden.

Oft wird es für Wichmann durch die Parlamentsarbeit abends spät. Eine Heimfahrt zu Frau und den vier Töchtern lohnt sich angesichts der mehr als zweieinhalbstündigen Autofahrt nicht. Der Alleinverdiener der sechsköpfigen Familie macht keinen Hehl daraus, dass er trotz Diätenerhöhung auf 7510 Euro monatlich aufs Geld gucken muss.

Eine Nacht in der Jugendherberge kostet ihn nun 38,50 Euro, plus 1,50 Euro für ein frisches Handtuch. Das Bett muss er selbst beziehen. Inklusive sei ein Frühstück, sagte der Parlamentarier, der in einem Zweibettzimmer mit Dusche übernachtet. Er ist nun etwa sechsmal im Monat Gast in der Potsdamer Herberge. „Abgewiesen wurde ich noch nie“, sagte der Politiker.

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