Aufruf von Oberbürgermeister:

Widerstand gegen die Kreisreform

Innenminister Karl-Heinz Schröter hat schon mehrmals seine Pläne vorgestellt. Von den Bürgern hat er dafür bisher wenig Zustimmung erfahren, teils wurde er ausgebuht. In Cottbus stehen die Chancen nicht besser.

Karl-Heinz Schröter will Brandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder)  in umliegende Landkreise einbeziehen.
Patrick Pleul Karl-Heinz Schröter will Brandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder)  in umliegende Landkreise einbeziehen.

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) stellt am Mittwoch den Cottbuser Bürgern seine Pläne zur Kreisreform vor. Sie sehen eine Eingemeindung von Cottbus in den umliegenden Landkreis (Spree-Neiße) vor. Die Stadt pocht jedoch wie die ebenfalls betroffenen Städte Brandenburg/Havel und Frankfurt (Oder) auf ihre Eigenständigkeit und hat dazu eine Postkarten-Kampagne unter dem Motto "Wir sind so frei" gestartet. Die Landesregierung will die Zahl der Regionalverwaltungen wegen des Bevölkerungsrückgangs reduzieren.

Auf einer Kundgebung vor dem Tagungshotel will Oberbürgermeister Holger Kelch (CSU) die Bürger zum Widerstand gegen Schröters Pläne aufrufen. Zudem sollen die Straßenbahnen am Nachmittag für einige Minuten gestoppt werden. Beim Verlust der Kreisfreiheit könnte der Straßenbahnverkehr gefährdet sein, weil der Stadt die Entscheidung darüber weitgehend entzogen würde, sagte Stadtsprecher Jan Gloßmann. Darauf wolle man die Bürger aufmerksam machen. "Wir sind immerhin die größte Stadt zwischen Berlin und Dresden", sagte er.

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