Attraktion im Barnim:

Wildkatzenzentrum öffnet für Besucher

Ab 1. Juni können Interessierte Tiere wie Schneeleoparden, Geparde, Ozelots oder Panther in Felidae sehen.

Schneeleoparden sind in ihrem Wildbestand bedroht.
Patrick Pleul Schneeleoparden sind in ihrem Wildbestand bedroht.

Ein brandenburgisches Wildkatzenzentrum engagiert sich in der Erhaltung bedrohter Arten. Derzeit leben in dem Zentrum namens Felidae in Tempelfelde (Barnim) 32 Groß- und Kleinkatzen – von Schneeleoparden, über Geparde bis zu Ozelots und Panther. Vom 1. Juni an sei die Anlage auch für Besucher zugänglich, sagte der Betreiber Renato Rafael am Donnerstag anlässlich der inoffiziellen Eröffnung fürs Publikum.

In Gruppenführungen sollen die Bemühungen um Nachwuchs bei den bedrohten Arten und die Zusammenarbeit mit Zoos bei der Zucht erläutert werden.

Beteiligung am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm

Das Zentrum nimmt am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP teil; Zoos führen dort die Zuchtbücher für bestimmte Arten. Elternpaare werden laut Rafael zusammengestellt, um genetische Vielfalt zu sichern. Der Nachwuchs geht im Gegenzug kostenlos an die Zoos zurück. Vier Kätzchen wurden bislang auf die Reise geschickt. Das Zentrum finanziert sich über Spenden und Eintrittsgelder.

Aus Sicht der Naturschutzorganisation BUND sind Projekte zur Art-Erhaltung zu begrüßen. Seit Anfang des Jahres wird gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz und der Senckenberg Gesellschaft eine Gendatenbank für die in Deutschland vorübergehend fast ausgerottete Europäische Wildkatze angelegt. Experten gehen für die Bundesrepublik von etwa 6000 bis 7000 in Freiheit lebenden Exemplaren aus.

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