Landesbetrieb schlägt Alarm:

Winterdienst könnte schnell überlastet sein

Schon in wenigen Tagen könnte der erste Schnee fallen. Dann müssten die Straßen möglichst schnell geräumt werden. Doch wäre Brandenburg dafür gerüstet?

Schneeschieber müssen vielleicht schon bald wieder schuften.
Bernd Wüstneck Die Schneeschieber könnten schon bald wieder schuften müssen.  

Der Räumdienst auf brandenburgischen Autobahnen soll auch für den kommenden Winter sichergestellt werden. Es werde keine Abstriche geben, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Er reagierte damit auf einen Brief des Landesbetriebs Straßenwesen an das Polizeipräsidium. Darin hatte Behörden-Chef Hans-Reinhard Reuter auf den Personalmangel in seinem Haus hingewiesen, aufgrund dessen auf dreispurigen Autobahnen nicht mehr alle Spuren komplett geräumt werden könnten. Zudem wäre es nicht länger möglich, Unfallstellen mit sogenannten Sperrwagen abzusichern, weil das übrig gebliebene Personal mit Räumarbeiten überlastet sei, warnte Reuter. Das Verkehrsministerium stellte in Aussicht, den hohen Krankenstand beispielsweise über Teilzeitkräfte und durch Fremdfirmen aufzufangen.

Der CDU-Landtagsfraktion reicht das nicht aus. „Es müssen mindestens 20 zusätzliche Vollzeitstellen im Landesbetrieb geschaffen werden“, forderte der verkehrspolitische Sprecher Rainer Genilke.

Wie aus einem vom Infrastrukturministerium in Auftrag gegebenen Gutachten hervorgeht, wurden von 2005 bis Anfang dieses Jahres 442 Stellen gestrichen. Bis 2019 folgen weitere 392.

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