Zulassung auch für 2016:

Wirksames Mittel gegen giftige Raupen bleibt erlaubt

Brandenburg ist seit 2002 stark vom Befall durch Eichenprozessionsspinner betroffen. Die Tiere schädigen nicht nur Bäume.

Eichenprozessionsspinner sind auch für Menschen gefährlich.
Patrick Pleul Eichenprozessionsspinner sind auch für Menschen gefährlich.

Brandenburg kann auch im kommenden Jahr auf ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner setzen. Die Landesregierung habe erreicht, dass die Zulassung von Dipel ES verlängert wurde, sagte der Sprecher des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Jens-Uwe Schade.

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich seit 2002 massiv in Brandenburg aus. Naturschützer kritisieren das großflächige Sprühen mit wirksamem Gift. Sie sehen dadurch auch andere Schmetterlingsarten bedroht.

Für die Zulassung von Dipel ES ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zuständig. Das Präparat wirkt biologisch. Es enthält unter anderem Sporen eines Bakteriums, dass allgemein verbreitet sei. Fressen Schmetterlingsraupen mit dem Mittel besprühte Blätter, bekommen sie Durchfall. Die Larven trocken aus.

2015 sind die Raupen auf etwa 3100 Hektar aus der Luft bekämpft worden. Zudem wurden Nester abgesaugt und zerstört. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners schädigen nicht nur die Bäume. Ihre Brennhaare reizen Haut und Atemwege.

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