Öffentliche Defibrillatoren:

Wo ist Hilfe bei Herzinfarkten zu finden?

Öffentliche Defibrillatoren können Leben retten. Doch wo solche Geräte stehen, ist nicht registriert. Das soll sich ändern.

Von solchen Geräten, die von Laien bedient werden können, gibt es 115 in Brandenburg. Wo, das ist unklar.
Bernd Weißbrod Von solchen Geräten, die von Laien bedient werden können, gibt es 115 in Brandenburg. Wo, das ist unklar.

Stromimpulse aus Defibrillatoren können bei einem drohenden plötzlichen Herztod Leben retten. Wie viele Laien-“Defis“ gegen gefährliches Kammerflimmern in Brandenburg zur Verfügung stehen, ist aber unklar: Die Anzahl der öffentlich zugänglichen Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) werde nicht zentral erfasst, erklärte Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion im Potsdamer Landtag.

Dieser Zustand müsse schnell behoben werden, forderte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Raik Nowka. Ersthilfe bei schweren Herzkrankheiten dürfe nicht dem Zufall überlassen werden. Deshalb müssten „Defis“ zentral erfasst werden.  Außerdem sollte der Umgang mit den Geräten Teil der Ersten Hilfe-Ausbildung werden, forderte die CDU. 

Kein Geld für weitere Geräte

Ein Defibrillator kann ein aus dem Rhythmus gebrachtes Herz per Stromschlag wieder in Takt bringen – auch wenn die Geräte von medizinischen Laien bedient werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Bevölkerung weiß, wo das nächste AED zu finden ist. Bundesweit arbeitet der Verein Definetz daran, ein Kataster der verfügbaren Geräte, inklusive Ortungs-App fürs Smartphone, zu erstellen. In Brandenburg sind danach 115 AED gemeldet. „Elf weitere Standorte sind registriert, wurden jedoch noch nicht überprüft“, erklärte Golze. Der Verein schätzt die Zahl der zur Verfügung stehenden AED sogar doppelt so hoch ein.

Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz fordern, mehr Laien-Defis in den Städten zu installieren. Ministerin Golze erklärte dazu, die Landesregierung habe derzeit keine Möglichkeit, die Anschaffung weiterer Defibrillatoren finanziell zu unterstützen.

 

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