Wegen hoher Strompreise:

Woidke für Grenze bei Öko-Energie

Die Landesregierung steht in der Kritik, weil sie an der klimaschädlichen Braunkohle festhält. Nun geht der Regierungschef sogar noch einen Schritt weiter.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke
Ralf Hirschberger Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke

Vor den Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Energiewende hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Obergrenzen für erneuerbare Energien gefordert. Der Ökostrom dürfe nicht wegen fehlender Stromnetze „für die Tonne produziert werden“, sagte Woidke am Donnerstag. „Schon heute zahlen wir für Strom im Wert von 1 Milliarde Euro, der aber nicht genutzt werden kann, weil die Netze nicht ausgebaut sind.“ Daher müsste auch die Erforschung der Speichertechnologien gefördert werden, forderte er.

Der Regierungschef sprach sich zudem für die geplante Umstellung von fester Vergütung auf Ausschreibungen für Windkraft- und Solaranlagen aus. „Der beste Anbieter auf dem Markt, der Strom zum günstigsten Preis erzeugen kann, muss zum Zuge kommen“, sagte
Woidke. „Denn erneuerbare Energien müssen auch bezahlbar bleiben.“

Größte Herausforderung der Energiewende sei die Zuverlässigkeit der erneuerbaren Energien, betonte der Ministerpräsident. Diese sei bislang nicht ausreichend gegeben. „Wir werden so lange auf fossile Energieträger zurückgreifen müssen, solange diese Zuverlässigkeit nicht gegeben ist.“ Die SPD-geführte Landesregierung streitet vehement für eine längere Fortführung der klimaschädlichen Braunkohle-Verstromung in der Lausitz.

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