Absage an gemeinsames Bundesland:

Woidke hält Fusion Brandenburgs mit Berlin nicht für notwendig

Zu viele Unterschiede: Für den neuen Ministerpräsident ist ein Zusammengehen mit der Bundeshauptstadt momentan nicht denkbar.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD)
Kay Nietfeld Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD)

Brandenburgs neuer Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält nichts von einem Neuanlauf zu einer Länderfusion mit Berlin. „Ich sehe momentan keine Chance, kurz oder mittelfristig eine Fusion zu realisieren, schon gar nicht bei einer Volksbefragung“, sagte Woidke in einem Zeitungsinterview. Eine Volksabstimmung würde heute deutlicher scheitern als 1996. Damals hatten die Brandenburger den geplanten Länderzusammenschluss mehrheitlich abgelehnt während die Berliner zustimmten.

Aus Sicht von Woidke gibt es angesichts einer engen Kooperation beider Länder keine Notwendigkeit für eine Fusion. Die Gründe für die Ablehnung einer Fusion seien geblieben. Zum einen stünden 2,5 Millionen Brandenburger 3,5 Millionen Berlinern gegenüber. Berlin habe zudem gut 60 Milliarden Euro Schulden, Brandenburg nur 18 Milliarden Euro.

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