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Woidke wirbt bei Jugendlichen für Ausbildung im Land

Bei immer mehr Betrieben macht sich der Nachwuchs rar. Wie der Regierungschef nun persönlich gegensteuern will.

Schulabgänger können heute leichter einen Ausbildungsplatz finden als vor zehn Jahren.
Marcus Brandt Schulabgänger können heute leichter einen Ausbildungsplatz finden als vor zehn Jahren.

Mit einer „Zukunfts-Tour Jugend“ in Schulen und Unternehmen will Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Fachkräfte für Brandenburg sichern. Ab dem 15. April will der SPD-Politiker in allen Landkreisen in Gesprächen mit Jugendlichen dafür werben, sich nach dem Schulabschluss in Brandenburg einen Ausbildungsplatz zu suchen oder ein Studium zu beginnen. „Ob Ausbildung im Betrieb oder Studium an einer Hochschule, unsere Jugendlichen haben jede Chance, in unserem Land ihre berufliche Zukunft zu planen“, sagte Woidke in Potsdam. „Und wir brauchen jeden Jugendlichen hier bei uns.“

Dieses Jahr gebe es im Land insgesamt 18 000 Schulabgänger mit Mittlerer Reife oder Abitur. Ihnen stünden wie im Vorjahr 11 000 Ausbildungsplätze in den Betrieben offen, für Abiturienten gebe es im Land rund 14 000 Studienplätze.

Mehr als 400 000 Fachkräfte bis 2030 benötigt

Die Sicherung von Fachkräften sei das größte Problem für die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Land, erklärte der Regierungschef. Bis zum Jahr 2030 brauche Brandenburg mehr als 400 000 neue Fachkräfte. Woidke will auch Unternehmen besuchen, die bereits aktiv mit Schulen bei der Berufsorientierung der Jugendlichen zusammenarbeiten. Das neue Ausbildungsjahr beginnt am 1. September.

Ein Indiz für gute Jobchancen in Brandenburg sei die aktuell niedrige Arbeitslosenquote, meinte Woidke. Im März lag diese bei 9,3 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2003 mit 18,8 Prozent habe sich die Arbeitslosenquote damit halbiert. Im März wurden mehr als 14 600 offene Arbeitsstellen registriert. Vor zehn Jahren waren es 4000.