Wieder Schafe gerissen:

Wolfs-Land Brandenburg

Von geschätzt 120 Wölfen in Deutschland leben 90 Tiere in der Mark. Nun hat ein Rudel mehrere Schafe gerissen. Nicht der erste Fall in diesem Jahr.

Immer wieder fallen Wölfe über Schafe her. Das Land zahlt in solchen Fällen Entschädigungen, denn dass die Tiere weiter ihr Unwesen treiben, ist durchaus erwünscht.
Carsten Rehder Immer wieder fallen Wölfe über Schafe her. Das Land zahlt in solchen Fällen Entschädigungen, denn dass die Tiere weiter ihr Unwesen treiben, ist durchaus erwünscht.

Ein Rudel Wölfe hat in einem Gehege in Beelitz (Potsdam-Mittelmark) fünf Schafe gerissen. „Das waren eindeutig Wölfe, vermutlich drei Tiere“, bestätigte der zuständige Gutachter Kay-Uwe Hartleb. Das Wolfsrudel lebe in der Nähe auf dem Truppenübungsplatz Lenin.

Das Gehege im Ortsteil Salzbrunn war zwar vorschriftsmäßig durch einen Elektrozaun gesichert, doch die Tiere konnten sich vermutlich unter dem Draht hindurchrobben.

Damit seien in diesem Jahr in Brandenburg insgesamt 22 Schafe von Wölfen gerissen worden, erklärte Achim Wersin, Sprecher des Landesumweltministeriums. Der Schäfer werde nach dem Wolfsmanagementplan aus der Tierseuchenkasse entschädigt. Im vergangenen Jahr wurden 50 Schafe von Wölfen getötet. „Dafür wurden insgesamt 9000 Euro an Entschädigungen bezahlt.“

Wölfe sollen wieder heimisch werden

In Brandenburg leben nach jüngsten Schätzungen des Ministeriums bis zu 90 Wölfe. Hinzu kommen etwa 30 in Sachsen sowie einige weitere Tiere in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

Zum Schutz der Wölfe, die in Brandenburg wieder heimisch werden sollen, hatte Umweltministerin Anita Tack (Linke) Anfang des Jahres einen Wolfsmanagementplan vorgestellt. Ziel ist es, die Öffentlichkeit über die Rückkehr der Wölfe aufzuklären und Schäden für die Tierhalter zu regeln. Außerdem können die Halter auch Fördergelder für Schutzzäune oder speziell ausgebildete Hunde beantragen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung