Drangsalierung im Jugendheim:

Wussten Minister von Misshandlungen?

Die Beteiligten weisen die Vorwürfe zurück. Untersuchungen laufen.

Brandenburgs Bildungsministerium soll nach einem Bericht der Tageszeitung „taz“ (Donnerstag) von der Drangsalierung von Jugendlichen in Heimen gewusst haben. Das gehe aus internen Papieren des Betreibers, der Haasenburg GmbH, hervor. Diese lägen der Zeitung vor. Darin seien drei Knochenbrüche bei Mädchen dokumentiert.

Zudem solle aus den Protokollen hervorgehen, dass die Regierung informiert gewesen sein müsste. Das Bildungsministerium hatte daraufhin zu Wochenbeginn erklärt, von den Vorfällen nichts zu wissen. In den Heimen werden von Jugendämtern eingewiesene Jugendliche betreut, die aus schwierigen Familienverhältnissen stammen.

"Von den Mädchen war nie die Rede"

Ministeriumssprecher Stephan Breiding blieb bei der Darstellung. „Die taz hat uns ganz konkret nach zwei Fällen gefragt. Diese haben wir überprüft. Hier gab es keine Anzeichen von Knochenfrakturen“, sagte er. Von den Mädchen sei zudem nie die Rede gewesen, betonte er. Dennoch werde sein Haus den neuerlichen Vorwürfen nachgehen.

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