Kriminalstatistik:

Zahl der Autodiebstähle sinkt

Die Gauner machen sich immer seltener mit Fahrzeugen aus dem Staub. Doch die Aufklärungsquote der Polizei besserte sich kaum.

Die Polizei erklärt sich den Rückgang durch die stärkere Zusammenarbeit mit polnischen Polizisten.
Patrick Pleul Die Polizei erklärt sich den Rückgang durch die stärkere Zusammenarbeit mit polnischen Polizisten.

Die Zahl der Autodiebstähle ist in Brandenburg in den vergangenen Jahren gesunken. Das geht aus einer Antwort von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag hervor. Danach wurden im Jahr 2013 insgesamt 3522  Diebstähle von Kraftfahrzeugen registriert. 2011 waren es noch 3963, im Jahr 2010 sogar 4068. Für das Jahr 2014 zeichnet sich kein Gegentrend ab – bis Ende September wurden 2431 gestohlene Kraftfahrzeuge gemeldet. Kaum verbessern konnten die Ermittler der Polizei dagegen die Aufklärungsquote. Wurden 2010 rund 20 Prozent der Diebstähle aufgeklärt, waren es 2013 nur unwesentlich mehr, nämlich 21 Prozent. Einen Tiefstand gab es 2011 mit einer Aufklärungsquote von nur rund 17 Prozent.

Die rückläufige Tendenz bei den Kfz-Diebstählen führt die Brandenburger Polizei unter anderem auf die stärkere Zusammenarbeit mit polnischen Ermittlungsbehörden zurück. So wurde im November 2013 das „Joint Investigation Team“ (JIT) gegründet. Die gemeinsame Ermittlungsgruppe konnte unter anderem eine Autoschieberbande fassen, auf deren Konto mindestens 175  Autodiebstähle in Deutschland gehen sollen.

Auch die Spezial-Ermittler der „Soko Grenze“ kooperieren stärker mit den polnischen Kollegen. Aufgrund dieser Zusammenarbeit gelang es vor Ende vergangenen Jahres, die Köpfe einer anderen Autoschieberbande mit 15 Mitgliedern zu schnappen.

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